Unser Menschenbild

Wir richten uns in unseren Angeboten nach dem Menschenbild der Bibel aus. Wir glauben, dass Gott den Menschen aus der Liebe heraus nach seinem Bilde erschaffen hat. Er ist zu Gott hin geschaffen, um von ihm geliebt zu werden. Erst Gottes Liebe macht ihn fähig, auch zu lieben.

Damit zeigt sich schon die Zweiheit des Menschen, denn er ist zum einen irdischen, natürlichen Ursprungs durch seine leiblichen Eltern, zum anderen aber auch himmlischen, übernatürlichen Ursprungs durch die Ebenbildlichkeit Gottes, im Gegensatz zu den Tieren.

Menschsein in einer sinnhaften Ganzheit erlebt der Mensch nur, indem er über das Irdische Natürliche hinauswächst und das transzendente, übernatürliche Wesen seines Daseins erfasst und entwickelt.

In der gesunden Entwicklung des Menschen wird zunächst auf das  natürliche Selbst des Menschen, v.a. durch die Eltern, später dann in eigener Regie, unter Beeinflussung der Gesellschaft, Einfluß genommen: Befriedigung der Grundbedürfnisse, Erwerb von Sozialkompetenz, Beruf, Ehe, Familie oder Karriere, Reproduktion,….. Die Entwicklung, bzw. Entdeckung seines eigenen individuellen Wesenskernes sehen wir als die eigentliche Reifung der menschlichen Persönlichkeit.

Wird der Mensch auf die Bedürfnisbefriedigung, auf das Leben im Hier und Jetzt reduziert, dann fehlt ihm das eigentlich wesentlich Menschliche: der Sinn seines Daseins, das individuelle  Hinauswachsen über sich selbst und das Ergänzen des eigenen Wesens, des eigentlichen Ichs,  mit dem anderer individueller „wesentlicher“ Menschen.

Durch Nichtbefriedigung von Bedürfnissen, durch Mängel, Nöte, Verletzungen ist der Mensch herausgefordert, sein Leben zu überdenken. Neue Wege müssen gefunden werden, wie ein Leben unter anderen Vorraussetzungen gelingen kann. Er lernt dadurch eigene Ressourcen immer besser kennen und durch schwierige Situationen hindurchzugehen, über sich hinauszuwachsen und dadurch auch an Erfahrungen hinzuzulernen.
Aus Wissen wird Lebensweisheit.

Die Ebenbildlichkeit Gottes beinhaltet die Individualität des Menschen. Jeder Mensch ist einzigartig und daher auch nicht dazu geschaffen, als Marionette anderer sein Leben zu leben.

Ebenso gehört zur Ebenbildlichkeit die Beziehungsfähigkeit. Der Mensch ist als Beziehungswesen geschaffen. Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Der Mensch wird am DU zum ICH (Martin Buber)

Das einander ergänzende Aufeinander-bezogen-sein, führt zum dritten Merkmal der Ebenbildlichkeit, nämlich der Kreativität. Der Mensch will schöpferisch tätig sein und so über sich hinaus wachsen und etwas bewirken, gestalten, neu schaffen. Das ist eine zutiefst immanente Eigenschaft des Menschen, das, worin er seinen eigenen Lebenssinn findet.

Wir glauben, dass der Mensch dann sinnerfülltes Leben findet, wenn er in diesen Bereichen gesundet und möchten Menschen dabei  unterstützen, (wieder) ihren Sinn im Leben zu finden.