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... einen Platz, an dem Sie einfach mal zur Ruhe kommen und aufatmen können oder möchten Sie Hilfe in Anspruch nehmen, weil Sie in einer Lebenskrise festgefahren sind? War Ihre Kindheit von traumatischem Erleben geprägt, das Sie nun aufarbeiten möchten oder ist ihr derzeitiger Alltag durch Beziehungsschwierigkeiten erschwert? Wenn ja, dann sind Sie in unserem Gästehaus richtig.


Unser Team bietet Ihnen therapeutische Seelsorge, Lebensberatung und geistliche Begleitung an. Traumaverarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Kindheit, sowie dadurch entstandene Beziehungsschwierigkeiten mit der eigenen Person, anderen Menschen und mit Gott sind Schwerpunkte unseres Angebotes.

Das Wichtigste im Überblick

Themenabende im Lebens(t)räume-Haus

An verschiedenen Abenden bieten wir Austauschrunden zu bestimmten Themen an. Diese Abende sind offen für jeden. Am 6. März 2012 um 19.30 Uhr: Praktizieren des Herzensgebets.

Gedanken zur Jahreslosung

"Meine Kraft, die ist im Schwachen mächtig“.
1. Kor. 12,9

Liebe Freunde,

Schwäche ist etwas, was wir gar nicht gerne mögen, weder bei anderen noch bei uns selbst. Nur die Starken überleben! Und so sieht es ja in der Welt auch tatsächlich aus. In der Schwäche sind wir auf andere angewiesen, ohnmächtig und hilflos.

Gott möchte in uns gegenwärtig sein, ein Begleiter und Wegweiser in unserem Alltag. Seine Stärke ist jedoch ganz anders als die Stärke der Mächtigen in der Welt, die meinen, sich mit Geld und Waffen alles erlauben zu können. Gottes Stärke ist die Liebe, und das lässt uns zunächst erst einmal zweifeln, denn, wer hat denn mit Liebe schon einen Krieg gewonnen?

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir Menschen mit unserer menschlichen Macht nicht wirklich Frieden und Gerechtigkeit in der Welt schaffen können. Einzig alleine die Liebe kann wirklich etwas dauerhaft verändern, denn wenn Gewalt auf Liebe trifft, dann leidet die Liebe, aber der Hass wird von ihr absorbiert. Wenn Gewalt auf Gegengewalt stößt, dann kommt es zur Gewaltspirale.

Was bedeutet das nun für uns in unserem Alltag? Sollen wir uns alles gefallen lassen. Nein, das ist mit Liebe nicht gemeint. Gemeint ist ein grundsätzliches JA zum Menschen, das auch ein grenzsetzendes NEIN zu schädigendem Verhalten gebrauchen darf. Denn zu dem, was lebenshemmed oder gar lebenszerstörend ist, ist es uns sogar geboten, Nein zu sagen.

Oft jedoch müssen wir gerade im Alltag erleben, dass unser NEIN nicht respektiert wird, und Menschen über unsere Grenzen gehen. Die Folge davon kann sein, dass wir uns immer mehr, auch dem lebensfördernden verschließen, oder oft gar nicht mehr unterscheiden können, was zum Leben dient und was nicht. Das betrifft  z.B. die Zeiten der Stille wenn viel Arbeit vor uns liegt, Zeiten der Entspannung, wenn viele schwer zu bewältigenden Aufgaben auf unseren Schultern lasten, oder auch Zeiten des Redens und Austauschens mit Gott, wenn so viele Informationen uns überfluten. Wir trauen uns nicht, ein Stopp zu setzen und gehen über unsere und anderer Menschen Grenzen hinweg.
Burn out kann eine Foge sein oder wir werden depressiv, aggressiv oder haben mit Angst- und Panikattacken zu kämpfen

Hierzu eine Weisheit der Wüstenväter:

Als der Altvater Antonios einmal in verdrießlicher Stimmung und mit düsteren Gedanken in der Wüste saß, sprach er zu Gott: „Herr, ich will gerettet werden, aber meine Gedanken lassen es nicht zu. Was soll ich in dieser meiner Bedrängnis tun? Wie kann ich das Heil erlangen?“
Bald darauf erhob er sich, ging ins Freie und sah einen, der ihm glich. Er saß da und arbeitete, stand dann von der Arbeit auf und betete, setzte sich wieder und flocht an einem Seil, erhob sich abermals zum Beten; und siehe, es war ein Engel des Herrn, der gesandt war, Antonios Belehrung und Sicherheit zu geben. Und er hörte den Engel sprechen: „Mach es so, und du wirst das Heil erlangen.“
Als er das hörte, wurde er von großer Freude und mit Mut erfüllt und durch solches Tun fand er Rettung. (aus „Weisung der Väter „- Paulinus-Verlag Trier, 1986).

Wenn wir nicht NEIN sagen können, oder unser NEIN nicht gehört wird und wir keine andere Wahl haben, als unsere Aufgaben zu erfüllen, dann ist es um so „Not-wendiger“, Gottes Kraft in uns wahrzunehmen und wirken zu lassen. Er in uns und wir in ihm. Immer wieder für kurze Zeit aus der Tretmühle heraus- und in die Gegenwart Gottes hineintreten. Viele Menschen nehmen sich einfach ihre Zigarettenpause, weshalb wir nicht eine kurze Pause, um uns die Gegenwart Gottes in uns wahrzunehmen, bewusst zu machen: „Ich in Dir und Du in mir“.  Uns bewusst machen, dass er da ist, dass er hilft, Rat gibt, ordnet, Versöhnung schenkt,.... Er gibt das richtige Tempo an, er zeigt uns die wahren Prioritäten. Auch wenn die Mächtigen der Welt scheinbar das Sagen haben: das Spiel ist noch nicht vorbei. Christus in uns, die Liebe, gewinnt immer.

Wenn ich mich in meiner Schwäche, in meinem überfüllten Alltag immer wieder mit ihm in mir verbinde und eins mache, dann werde ich aus der Ruhe heraus Leben fördern, mein eigenes und das meiner Mitmenschen. Nicht ich aus mir heraus, sondern er in meiner Schwachheit mit seiner Kraft wird Veränderung schaffen.

Dies auszuprobieren und zu erleben wünsche ich Euch

Eure Johanna